pfeil
quergesang
Kontakt / Impressum
plakat

„ … als ob ich ein Sträfling wäre…"
Frauenarbeit und Frauenalltag im Bayern der Weimarer Zeit


In einer inszenierten Lesung berichtet die Volkskundlerin Karin Sommer informativ und unterhaltsam über die äußerst prekäre Situation der Frauen von vor 100 Jahren, wie sie heute kaum mehr vorstellbar ist. Einige Entwicklungen ließen damals aber auch hoffen: die moderne, unabhängige „Neue Frau“ machte sich allmählich bemerkbar, sobald sie sich die wenigen Chancen im Berufs- und Bildungswesen zunutze machen konnte.

Davor und danach singt der Münchner Gewerkschaftschor Quergesang & Roter Wecker Lieder passend zur Situation, etwa von Bertolt Brecht, Walter Mehring oder Christian Morgenstern, wenn es um "Das Mörtelweib", "Die Mägde am Sonnabend" oder das „Lob des Lernens“ geht.

Programm
Lied der Arbeiterinnen (1897)
Text und Musik: unbekannt; Chorsatz: Erwin Jedamus

Mörtlwei’s Tochter
Text: Thomas Theodor Heine (1896) / Musik: Ferdinand Šilhanek (2009)

G’Stanzl
Text: Anoynm (um 1910; Bearbeitung: [Ps.] Franz Gans) / Musik: Ferdinand Šilhanek (2009)

Mägde am Sonnabend
Text: Christian Morgenstern (1878-1914) / Musik: Ferdinand Šilhanek (2007)

Hinter’m Türkengraben
Text: Margarete Kapfhammer [Ps.] (um 1920) / Musik: Ferdinand Šilhanek (2007)

Brot und Rosen (1912)
Text: James Oppenheim, dt. Peter Maiwald / Musik: Renate Fresow

Chorsatz: Erwin Jedamus


Lesung
Einmal schafft’s jeder, vor 1933
Text: Walter Reisch / Musik: Werner Richard Heymann

(Der) zerrissene Rock, 1932 (Die Mutter)
Text: Bertolt Brecht / Musik: Hanns Eisler

Lied vom Trockenbrot (1929)
Text: Bertolt Brecht / Musik: Hanns Eisler

Song vom Angebot und Nachfrage (1930)
Text: Bertolt Brecht / Musik: Hanns Eisler

Lob des Lernens, 1932
Text: Bertolt Brecht / Musik: Hanns Eisler


Eintritt: frei, Kulturzentrum 2411 / Blodigstr. 4 (direkt an U2-Station Hasenbergl)